Anlässlich ihres 90-jährigen Bestehens organisierte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich eine Jubiläumsausstellung, und öffnete 2021 ihre Türen für die Öffentlichkeit. Die Ausstellung dauerte vom 26. Oktober bis zum 4. November 2021 und wurde von mehr als 8'000 Personen besucht.
Der Hauptfokus der Ausstellung lag auf der Arbeit der BIZ heute und morgen. Worum geht es bei der Währungs- und Finanzstabilität und wieso sind sie wichtig? Und was macht die BIZ, um beides in der heutigen vernetzten Welt zu unterstützen?
Die Ausstellung warf ausserdem einen Blick in die Zukunft. Inwiefern wird die digitale Revolution im Finanzbereich (Fintech) die Art und Weise, wie Zahlungen, Banken und das Finanzsystem funktionieren, beeinflussen? Was unternehmen Zentralbanken und die BIZ, um sich für diese zukünftigen Herausforderungen vorzubereiten?
Die BIZ wurde 1930 gegründet und ist die älteste internationale Finanzorganisation der Welt. In diesem kurzen Video sehen Sie einige Highlights der Ausstellung BIS 90 Years und Open Week.
The exhibition area was spread out over three floors of the BIS Tower in Basel and was structured across three areas: what we do, who we are, and where we are.
Dieser Bereich befasste sich mit der Arbeit der BIZ. Drei Themenfelder sind entscheidend, um die Aufgaben und die Tätigkeit der BIZ zu verstehen: Geld, Finanzen und Innovation. Die BIZ befindet sich im Besitz der wichtigsten Zentralbanken der Welt, und fördert deren Zusammenarbeit in diesen Bereichen. Durch Filme sowie audio-visuelle und interaktive Installationen zeigte der «Multimedia-Bereich» was dies in der Praxis bedeutet, und wieso es für uns alle wichtig ist.
Ob in Form von Münzen, Banknoten oder als digitales Geld auf Bankkonten oder in E-Wallets: Geld spielt in unserem Alltag eine wichtige Rolle. Geld ist gewissermassen der Lebensnerv der Wirtschaft.
Fünfzig Schweizer Franken. Was kann man damit machen? Wie jeder aus eigener Erfahrung weiss, können wir Geld für unterschiedliche Zwecke einsetzen. Dies wurde in dieser Installation durch verschiedene Alltagsgegenstände veranschaulicht. Geld kann als Rechnungseinheit, Zahlungsmittel und Wertanlage dienen.
Die Menge an Waren und Dienstleistungen, die man mit fünfzig Schweizer Franken kaufen kann, wird als «Kaufkraft» des Geldes bezeichnet. Bei der Kaufkraft gibt es im weltweiten Vergleich grosse Unterschiede. Die Geschwindigkeit, in der sich die Zeiger der Uhren dieser Installation bewegten, veranschaulichten, wie lange man in einem bestimmten Land arbeiten müssten, um sich ein neues Smartphone leisten zu können.
Unser Geld, mit dem wir Waren und Dienstleistungen bezahlen oder das wir sparen und investieren, macht nur einen kleinen Teil eines grossen Ganzen aus: des internationalen Finanzsystems. Das internationale Finanzsystem ist die Summe aller Geldtransaktionen und -ströme, die Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Behörden mit Finanzinstituten, wie Börsen, Banken und anderen Finanzvermittlern auf lokaler und globaler Ebene tätigen.
Wenn das internationale Finanzsystem reibungslos funktioniert, kurbelt es Wirtschaftswachstum und Handel an, welche die Grundlage für unseren Wohlstand sind. Doch manchmal läuft auch etwas aus dem Ruder: Das Finanzsystem kann instabil werden. Wenn das geschieht, kann es die Grundlage unseres Wohlstands untergraben und uns alle betreffen.
Wie kommt es dazu? Und was kann man dagegen tun?
Finanzkrisen treten immer wieder auf, sind jedoch äusserst schwer vorherzusagen. Was kann man tun, wenn eine Krise ausbricht? Zunächst einmal müssen die Institutionen das Vertrauen in das Finanzsystem wiederherstellen. Nachdem die Folgen der Krise eingedämmt sind, überlegen sich die Regierungen und Zentralbanken langfristige Massnahmen, mit denen man die Schwachstellen beheben kann, durch die die Krise überhaupt erst entstanden ist. Internationale Zusammenarbeit ist hier unerlässlich. Wir leben in einer Zeit, in der die Weltwirtschaft und das globale Finanzsystem eng miteinander verflochten sind. Wenn wir Finanzkrisen verhindern oder überwinden möchten, brauchen wir globale Lösungen. Die BIZ bietet ein Forum für eine solche Zusammenarbeit, deren Ziel die Aufrechterhaltung der globalen Finanzstabilität ist.
To prevent or tackle financial crises, we need global solutions. The BIS provides a forum for cooperation that seeks to preserve global financial stability.
Wenn wir Finanzkrisen verhindern oder überwinden möchten, brauchen wir globale Lösungen. Die BIZ bietet ein Forum für eine solche Zusammenarbeit, deren Ziel die Aufrechterhaltung der globalen Finanzstabilität ist.
Die Weltkarte der Geldströme basierte auf öffentlich zugänglichen Bank- und Finanzstatistiken der BIZ und zeigte, was mit dem internationalen Finanzsystem im Fall einer grossen Finanzkrise passiert. Auf der Karte wurden zunächst die Geldströme dargestellt, die in normalen Zeiten zwischen Ländern fliessen. Anschliessend wurde gezeigt, wie sich drei grosse Krisen (die Asienkrise von 1997 bis 1998, die Weltfinanzkrise von 2007 bis 2009 und die europäische Schuldenkrise von 2010 bis 2012) auf diese Geldströme ausgewirkt haben.
Der technologische Fortschritt schreitet exponentiell voran. Er wirkt sich auf nahezu jeden Bereich unseres Lebens aus. Dies gilt auch für die Welt des Geldes und der Finanzen. Heute wird viel von «FinTech» oder Finanztechnologien gesprochen – der Digitalisierung des Geldes und der Finanzdienstleistungen. Welche Rolle spielen Zentralbanken und die BIZ in diesem Zusammenhang?
Wenn unser Finanzsystem reibungslos funktioniert, unterstützt und fördert es Entwicklung. Die wirtschaftliche Entwicklung ist ein wichtiger Faktor bei der Bekämpfung der Armut. Innovationen im Finanzbereich leisten dabei einen wesentlichen Beitrag. Eine grosse aktuelle und zukünftige Herausforderung besteht darin, digitale Technologien und Innovationen im Finanzbereich so anzuwenden, dass sie Entwicklungsziele unterstützen und zum Gemeinwohl beitragen. Unterentwicklung und Klimawandel gehören zweifellos zu den grössten Problemen unserer Zeit. Können innovative Finanztechnologien uns dabei helfen, diese Probleme zu bewältigen? Und welche Rolle spielen Zentralbanken und die BIZ in diesem Zusammenhang?
Underdevelopment and climate change are among the biggest issues confronting our modern world. Can financial innovation help us overcome those problems? And what role do central banks and the BIS play in this?
Unterentwicklung und Klimawandel gehören zweifellos zu den grössten Problemen unserer Zeit. Können innovative Finanztechnologien uns dabei helfen, diese Probleme zu bewältigen? Und welche Rolle spielen Zentralbanken und die BIZ in diesem Zusammenhang?
In unserer Welt vollzieht sich ein rasanter Wandel. Finanztechnologien – oder kurz «FinTech» – verändern die Art und Weise, wie wir Finanzgeschäfte ausführen oder mit Banken oder anderen Finanzvermittlern interagieren. Neue Technologien werden die Art und Weise, wie unsere Banken- und Zahlungsysteme funktionieren, möglicherweise grundlegend verändern. Die Zentralbanken und die BIZ haben eine wichtige Rolle zu erfüllen: Sie müssen sicherstellen, dass die gesamte Gesellschaft Nutzen aus diesen Innovationen im Finanzbereich ziehen kann. Gleichzeitig werden sie die Risiken, welche die Nutzung dieser Innovationen für die Stabilität des Finanzsystems birgt, eindämmen müssen.
Die BIZ ist die Gesamtheit der Zentralbanken, die ihre Mitglieder sind. Wir sind stolz darauf, hier alle 63 Mitglieder vorzustellen. Die BIZ ist ebenfalls die Gesamtheit ihrer vielfältigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dafür sorgen, dass die Organisation reibungslos funktioniert. Und schliesslich ist die BIZ eine lokale Präsenz im globalen Massstab.
Die BIZ ist die Gesamtheit der Zentralbanken, die ihre Mitglieder sind. Wir sind stolz darauf, hier alle 63 Mitglieder vorzustellen. Die BIZ ist ebenfalls die Gesamtheit ihrer vielfältigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dafür sorgen, dass die Organisation reibungslos funktioniert. Und schliesslich ist die BIZ eine lokale Präsenz im globalen Massstab.
Die BIZ baut ihre weltweite Präsenz stetig weiter aus: von 2019 bis 2021 eröffnete sie in Zusammenarbeit mit den lokalen Zentralbanken fünf Innovationszentren in der Schweiz (Zürich), Hongkong, Singapur, London und Stockholm. Weitere dieser Innovation Hub Zentren werden bald eröffnet. Die BIZ ist im wahrsten Sinne des Wortes lokal und global tätig.
In dem Film «Das ist die BIZ» wurde ein typischer Tag im Rahmen der Sitzungen der Zentralbankgouverneure in Basel dargestellt. Aufgrund der Pandemie wurden die meisten Sitzungen von 2020 bis 2021 virtuell abgehalten. Persönliche Treffen werden jedoch weiterhin wichtig bleiben, da sie freie und offene Diskussionen fördern und Vertrauen zwischen Zentralbankvertretern schaffen.
Die BIZ wurde 1930 gegründet. Somit ist sie seit über 90 Jahren in Basel präsent – neun Jahrzehnte, die von tiefgreifenden Veränderungen der Weltwirtschaft sowie des globalen Währungs- und Finanzsystems geprägt sind. Auf der Zeitachse der BIZ konnten die Besucherinnen und Besucher entdecken, welche Rolle die Bank im Rahmen einiger der wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen in dieser langen Geschichte gespielt hat.
Die Besucherinnen und Besucher hatten erstmals die Möglichkeit den 18. Stock zu besuchen, um den Rundumblick und die spektakuläre Aussicht auf Basel aus fast 70 Metern Höhe zu geniessen.
Vom Aussichtspunkt im 18. Stock des BIZ-Turms konnten die Besucherinnen und Besucher den Blick über Basel und die umliegenden Regionen der Schweiz, Deutschlands und Frankreichs geniessen. Zudem war sichtbar in welcher Richtung und in welcher Entfernung sich unsere 63 Mitgliedszentralbanken befinden.