BIZ-Quartalsbericht, Dezember 2014

7. Dezember 2014

Laut BIZ-Quartalsbericht vom Dezember 2014 könnte sich die Hausse an den Finanzmärkten als fragil erweisen.

Internationales Bankgeschäft und internationale Finanzmärkte

Fragile Hausse?
Die Hausse an den Finanzmärkten setzte sich trotz eines erneuten Volatilitätsschubs in den meisten Anlageklassen fort. Der starke Einbruch der Risikoneigung Mitte Oktober war auf wachsende Unsicherheit über die Aussichten der Weltwirtschaft und den geldpolitischen Kurs sowie zunehmende geopolitische Spannungen zurückzuführen. Der Verkaufsdruck führte zu einem vorübergehenden Einbruch der Marktliquidität, was die Marktausschläge noch verstärkte. More...
Wichtigste Erkenntnisse aus den internationalen BIZ-Statistiken
Von April bis Juni 2014 weitete sich das internationale Bankgeschäft im zweiten Quartal in Folge aus, wodurch der Rückgang der Jahre 2012 und 2013 teilweise wettgemacht wurde. Dank des jüngsten Quartalszuwachses stieg die Jahreswachstumsrate der grenzüberschreitenden Forderungen in den 12 Monaten bis Ende Juni 2014 auf 1,2% an und lag damit erstmals seit Ende 2011 wieder im positiven Bereich. More...

Features

Wechselkursentwicklung bestimmt die Währungszusammensetzung staatlicher Reserven
Ein seit Längerem bestehendes Rätsel in der internationalen Finanzwelt ist die Konstanz des Anteils des Dollars an den staatlichen Währungsreserven - er verharrt bei über 60%, während der Anteil der US-Wirtschaft an der weltweiten Produktion auf weniger als ein Viertel gefallen ist. In diesem Artikel wird argumentiert, dass die Bedeutung des Dollars nicht auf die Wirtschaftsleistung der USA, sondern der Länder mit ... More...
Verbriefung: Tranchierung konzentriert die Unsicherheit
Auch wenn verbriefte Forderungen einfach, transparent und von hoher Qualität sind, ist die Risikoeinschätzung mit Unsicherheiten behaftet. Dies erfordert Sicherheitsvorkehrungen gegen eine Unterkapitalisierung. Da sich die Unsicherheit besonders in den Verbriefungstranchen mittleren Ranges (Mezzanine-Tranchen) konzentriert, sollten für diese Tranchen beträchtliche, im Verhältnis viel strengere Sicherheitsvorkehrungen gelten als für den zugrundeliegenden Forderungspool. More in English...
Geschäftsmodelle von Banken
Anhand der Bilanzmerkmale von 222 internationalen Banken und eines datengestützten Verfahrens werden drei Geschäftsmodelle identifiziert. Dabei wird festgestellt, dass Banken, die hauptsächlich als Geschäftsbanken tätig sind, geringere Kosten und stabilere Gewinne haben als jene, die - vor allem als Händler - stärker an den Kapitalmärkten engagiert sind. More...
Nichtfinanzunternehmen und Kapitalströme in aufstrebenden Volkswirtschaften
Nichtfinanzunternehmen aus aufstrebenden Volkswirtschaften haben ihre externe Mittelaufnahme erheblich gesteigert, und zwar durch Offshore-Emission von Schuldtiteln. Hat die Auslandstochter eines Nichtfinanzunternehmens im Ausland Mittel beschafft, kann sie diese über drei Kanäle in die heimatliche Volkswirtschaft überweisen: Sie kann direkt einen Kredit an ihre Konzernmutter vergeben, sie kann unverbundenen Gesellschaften Kredit gewähren, oder sie kann eine grenzüberschreitende Einlage in einer Bank tätigen. Die grenzüberschreitenden Kapitalzuflüsse in aufstrebenden Volkswirtschaften haben in den letzten Jahren in allen drei Kanälen stark zugenommen, wie aus Zahlungsbilanzdaten ersichtlich ist. Soweit diese Mittelflüsse eher Finanzgeschäften als realwirtschaftlichen Geschäften entsprechen, könnten sie zu Besorgnis über die Finanzstabilität Anlass geben. More in English...

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