Wichtigste Erkenntnisse aus den internationalen BIZ-Statistiken

BIS Quarterly Review  | 
12. März 2012
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Die aggregierten grenzüberschreitenden Forderungen der an die BIZ berichtenden Banken erhöhten sich im dritten Quartal 2011 geringfügig. Der Anstieg der Gesamtforderungen war ausschliesslich auf eine Zunahme der Interbankforderungen zurückzuführen. Im Gegensatz dazu war bei den Forderungen an Nichtbanken der stärkste Rückgang seit dem vierten Quartal 2009 zu verzeichnen.

Obwohl die grenzüberschreitenden Forderungen im Berichtszeitraum insgesamt stiegen, gab es mehrere deutliche Anzeichen einer Verlangsamung des internationalen Bankgeschäfts. Erstens ging die grenzüberschreitende Kreditvergabe an Nichtbanken in allen wichtigen entwickelten Volkswirtschaften mit Ausnahme Japans zurück oder blieb praktisch unverändert. Zweitens meldeten die international tätigen Banken einen starken Rückgang ihrer Auslandsforderungen an Gebietsansässige derjenigen Euro-Länder, die mit Haushaltproblemen kämpften. Drittens schliesslich nahmen die grenzüberschreitenden Forderungen an die aufstrebenden Volkswirtschaften erstmals seit 10 Quartalen ab. Die international tätigen Banken verringerten ihre Kreditvergabe an Gebietsansässige der aufstrebenden Volkswirtschaften Europas sowie der Region Afrika und Naher Osten. Die Wachstumsrate der grenzüberschreitenden Forderungen an den Asien-Pazifik-Raum sowie Lateinamerika und die Karibik blieb zwar positiv, lag aber deutlich unter derjenigen der letzten zwei Jahre.