Mögliche Ansätze, um während einer Finanzkrise der Nachfrage nach internationaler Liquidität zu entsprechen

BIS Quarterly Review  | 
6. September 2010

Die Finanzkrise hat die Gefahr einer plötzlichen Fremdwährungsknappheit bewusster gemacht. Regierungen und Zentralbanken suchen nach Wegen, um für „Liquiditätssicherheit" zu sorgen, d.h. dass bei Bedarf der Zugang zu internationaler Liquidität gewährleistet ist. In diesem Artikel wird erörtert, wie eine solche Sicherheit geschaffen werden kann: auf multilateralem Weg, wie durch Zusammenlegung von Währungsreserven oder mittels Strukturen wie dem IWF, auf bilateralem Weg, z.B. durch Swapvereinbarungen, oder unilateral durch den Aufbau von Devisenreserven. Alle möglichen Lösungen haben ihre Vor und Nachteile. Daher dürften wohl mehrere Ansätze verfolgt werden. Wenn internationale Vereinbarungen als unzulänglich angesehen werden, wird es bei unilateralen Massnahmen bleiben.

JEL-Klassifizierung: E58, G01, F31