Jüngste Verbesserungen der BIZ-Statistiken

17. September 2017

In enger Zusammenarbeit mit Zentralbanken, anderen nationalen Behörden und internationalen Organisationen verbessert die BIZ regelmäßig ihr Angebot an Sta­tistiken, mit dem sie Währungs- und Finanzstabilitätsanalysen unterstützt.

Fremdwährungsengagements von Ländern sind eine mögliche Quelle von Schwachstellen, die in den vergangenen Jahren zunehmend Beachtung gefunden hat. Dem diesbezüglich bestehenden Datenmangel wird im Rahmen der zweiten Phase der von den G20-Ländern unterstützten internationalen Initiative zur Behebung von Datenlücken (Data Gaps Initiative, DGI) entgegengewirkt (BIS-FSB-IWF 2015, FSB-IWF 2017).

Beginnend mit dieser Ausgabe des Quartalsberichts erweitert die BIZ die von ihr veröffentlichten Daten zu den Wechselkursen, zur Währungszusammensetzung von grenzüberschreitenden Positionen und zur Fremdwährungsverschuldung. Konkret führt die BIZ neue Statistiken in folgenden Bereichen ein:

  • Eine Aufschlüsselung der grenzüberschreitenden Kredite und Einlagen nach Währung, die der standortbezogenen Bankgeschäftsstatistik der BIZ (Locational Banking Statistics, LBS) entnommen ist
  • Länderspezifische Schätzungen der Gesamtkreditvergabe in US-Dollar, Euro und Yen, im Rahmen der globalen Liquiditätsindikatoren der BIZ
  • Lange Zeitreihen zum bilateralen US-Dollar-Wechselkurs für Währungen von rund 190 Ländern

Darüber hinaus verbessert die BIZ laufend ihre Statistiken und Internet-Tools in weiteren Bereichen:

  • Mit diesem Quartalsbericht veröffentlicht die BIZ erstmals lange Zeitreihen zu den Leitzinssätzen von Zentralbanken, die 37 Länder und den Euro-Raum ab­decken und teilweise bis ins Jahr 1946 zurückreichen.
  • Zudem wurden die Tools auf der BIZ-Website verbessert, mit denen auf die LBS zugegriffen werden kann.