Mindestreserven als Instrument der Geldpolitik in Lateinamerika

14. März 2011

Carlos Montoro und Ramon Moreno

In jüngster Zeit haben einige Zentralbanken in Lateinamerika und in anderen aufstrebenden Regionen Mindestreserveanforderungen dazu eingesetzt, ihre Ziele in Sachen Geldpolitik und Finanzstabilität zu verfolgen. In den letzten zehn Jahren erhöhten sie die Mindestreserveanforderungen während der Expansionsphase des Konjunkturzyklus, um die geldpolitischen Rahmenbedingungen zu verschärfen, ohne Kapitalzuflüsse anzulocken. Nach dem Konkurs von Lehman Brothers senkten sie sie drastisch, um so zur  Wiederherstellung funktionierender Märkte beizutragen. Teilweise können die Mindestreserven bei der Durchführung der Geldpolitik den Leitzinssatz ergänzen. Doch ist dieses Instrument auch mit gewissen Nachteilen verbunden.

JEL-Klassifizierung: E51, E52, E43