VI. Globalisierung im Fokus

25. Juni 2017

Die Globalisierung der Wirtschaft hat in den letzten 50 Jahren zu einer erheblichen Verbesserung des Lebensstandards und sinkender Armut geführt. Die stärkere Handelsintegration ist eng mit der zunehmenden Finanzintegration verknüpft: Der internationale Handel stützt sich nicht nur auf Finanzbeziehungen, er bringt auch neue hervor. Die internationalen Handels- und Finanzbeziehungen haben zu mehr Wettbewerb und zu Technologietransfers geführt, was wiederum Effizienzsteigerungen und eine höhere Gesamtproduktivität ermöglicht hat. Wie jede tiefgreifende wirtschaftliche Veränderung bringt die Globalisierung aber auch Probleme mit sich. Beispielsweise hat sich in einigen Ländern zeitgleich zur Globalisierung die innerstaatliche Einkommensungleichheit verstärkt, wenngleich vieles darauf hindeutet, dass der technologische Wandel die Hauptursache dafür war. Zudem setzt die finanzwirtschaftliche Offenheit die Volkswirtschaft destabilisierenden externen Einflüssen aus. Mit gut durchdachten nationalen Maßnahmen lassen sich die Vorteile der Globalisierung noch besser nutzen und die Anpassungskosten mindern. Und diese Maßnahmen gilt es, durch internationale Zusammenarbeit zu ergänzen, um den globalen Verflechtungen Rechnung zu tragen. Die Vollendung der internationalen Finanzreformen ist hier von großer Bedeutung. Globale Währungen machen eine internationale Zusammenarbeit, ein schlagkräftiges Krisenmanagement und eine systematischere Berücksichtigung von grenzüberschreitenden Übertragungs- und Rückwirkungseffekten unabdingbar.