Wachstumsbremsen lösen

23. Juni 2013

In den letzten Jahren haben sich Produktivität und Beschäftigung in den wichtigsten fortgeschrittenen Volkswirtschaften schleppend entwickelt. Das gilt insbesondere für jene Länder, in denen das Wachstum vor der Krise äußerst unausgewogen war. Bevor diese Länder auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zurückkehren können, ist eine Reallokation von Arbeitskräften und Kapital zwischen den verschiedenen Wirtschaftssektoren erforderlich. Strukturelle Rigiditäten, die diesen Prozess behindern, dürften das Produktionspotenzial schwächen. Produktivität und Beschäftigung sind in Volkswirtschaften mit starren Gütermärkten tendenziell geringer als in Volkswirtschaften mit flexibleren Gütermärkten. Ebenso ist der Beschäftigungsgrad in Ländern mit starreren Arbeitsmärkten in der Regel niedriger. Umgekehrt erholen sich Länder mit flexiblen Arbeitsmärkten vergleichsweise schnell von sehr unausgewogenen Abschwüngen. Außerdem entstehen in diesen Ländern mehr neue Arbeitsplätze. Flexibilitätssteigernde Reformen an den Arbeits- und Gütermärkten könnten sich rasch in Form von stärkerem Wachstum und höherer Beschäftigung auszahlen.