Die gewonnene Zeit bestmöglich nutzen

23. Juni 2013

Die Formulierung, "alles Erforderliche" ("whatever it takes") zu tun, fiel ursprünglich im Zusammenhang mit Zentralbankmaßnahmen, die den Kollaps des Finanzsystems verhindern sollten, und wird seitdem bei Rufen nach einer Fortsetzung der Sondermaßnahmen zitiert. Allerdings liegt der Höhepunkt der Krise mittlerweile hinter uns, und das Ziel der Wirtschaftspolitik ist nun, zu einem kräftigen und nachhaltigen Wachstum zurückzufinden. Die zuständigen Instanzen müssen Strukturreformen vorantreiben, damit wirtschaftliche Ressourcen leichter möglichst produktiv genutzt werden können. Die privaten Haushalte und die Unternehmen müssen die Sanierung ihrer Bilanzen zum Abschluss bringen. Die Regierungen müssen alles daran setzen, die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen sicherzustellen. Und die Regulierungsinstanzen müssen die Vorschriften an ein immer stärker vernetztes und komplexes Finanzsystem anpassen und gewährleisten, dass die Banken über genügend Eigenkapital verfügen, um die Risiken eines solchen Finanzsystems abzudecken. Nur mit einem energischen Sanierungs- und Reformprogramm wird eine Rückkehr zu einem kräftigen und nachhaltigen realen Wachstum möglich sein.