Verbesserung der Messung von Systemrisiken durch Schliessung von Datenlücken

26. Juni 2011

Die jüngste Finanzkrise hat Lücken bei den statistischen Daten und Analysemethoden für die Beurteilung von Systemrisiken aufgedeckt. Diese Lücken haben es den öffentlichen Entscheidungsträgern erschwert, Schwachstellen zu erkennen und zu beheben. Bei ihrer Arbeit müssen sie das Finanzsystem in seiner Gesamtheit, möglichst realitätsnah und aus unterschiedlichen Blickwinkeln analysieren. Grundlage dieser Analyse wären Sektorbilanzen und deren globale Verknüpfungen, was einen vermehrten Austausch von Einzelinstitutsdaten sowohl innerhalb eines Landes als auch über die Landesgrenzen hinweg bedingen würde. Bessere Daten und Analysemethoden werden künftige Krisen wohl nicht verhindern können. Erfahrungsgemäß sollte es öffentlichen Entscheidungsträgern wie auch Marktteilnehmern damit aber möglich sein, bisher unbekannte Schwachstellen als solche zu erkennen und neu entstehende Schwachstellen viel rascher als bisher auszumachen.