Devisenmärkte

30. Juni 2008

Im zweiten Halbjahr 2007 stieg die Volatilität an den Devisenmärkten erheblich an und ist seither hoch geblieben. Damit einher gingen ein beschleunigter Wertverlust des US-Dollars sowie eine beträchtliche Aufwertung des Euro, des Yen und des Schweizer Frankens. Da Carry-Trades an Reiz verloren, wurden Unterschiede in der erwarteten Konjunkturentwicklung wichtiger für die Marktstimmung als das herrschende Zinsniveau. Einige aufstrebende Volkswirtschaften steuerten die Entwicklung ihrer Währung weiterhin mit Mitteln der Wechselkurspolitik, doch die Rohstoffpreise und spezifische Trends der Kapitalströme übten ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf die Wechselkurse aus.

Trotz einiger bedeutender Wechselkursbewegungen und Anspannungen an manchen Märkten für Devisenswaps und Währungsswaps funktionierten die Devisenkassamärkte während der gesamten Periode erhöhter Volatilität generell reibungslos. Aus längerfristiger Sicht gab es mehrere beachtenswerte Entwicklungen, die für die Widerstandsfähigkeit des Devisenmarktes von Bedeutung sein könnten - u.a. ein höheres Handelsvolumen, eine größere Vielfalt der Transaktionen und Akteure am Devisenmarkt sowie Verbesserungen der Infrastruktur für das Risikomanagement. Diese Entwicklungen sind zwar grundsätzlich positiv, möglicherweise sind jedoch ihre vollen Konsequenzen für die Marktdynamik in Krisen¬zeiten noch nicht zutage getreten. Es ist daher wichtig, auch weiterhin Bestrebungen nach Verbesserungen des Risikomanagements am Devisenmarkt zu unterstützen.