Wichtigste Erkenntnisse aus den internationalen BIZ-Statistiken

8. Dezember 2013

Die grenzüberschreitenden Forderungen der an die BIZ berichtenden Banken nahmen im zweiten Quartal 2013 ab, nachdem sie im Vorquartal noch stabil geblieben waren. Die BIZ-Berichtsbanken verringerten ihre grenzüberschreitende Kreditvergabe an sämtliche Sektoren. Früher hatte die Kreditvergabe an Nichtbanken jeweils zugenommen, wenn diejenige an Banken zurückging.

Als die Federal Reserve mitteilte, sie werde möglicherweise ihre Wertpapierankäufe drosseln (sog. „Tapering"), brach die grenzüberschreitende Kreditvergabe an einige grosse aufstrebende Volkswirtschaften, insbesondere in Lateinamerika, ein.

Die Nachfrage nach höher rentierenden Anlagen stützte einen robusten Absatz internationaler Anleihen in Währungen aufstrebender Volkswirtschaften, wie dem brasilianischen Real, dem chinesischen Renminbi und dem mexikanischen Peso.

Als die Swapsätze der wichtigsten Währungen im ersten Halbjahr 2013 stiegen, sank der Marktwert ausserbörslicher Derivate, obwohl höhere Nominalbeträge ausstanden. Gleichzeitig erhöhte sich das Bruttokreditengagement - eine bessere Messgrösse des Gegenparteirisikos als der Marktwert - um 8%.

Finanzielle Faktoren werden im Allgemeinen zu einem wichtigeren Treiber der Devisenmarktumsätze, wenn das Pro-Kopf-Einkommen steigt. Bestätigt wird diese Tendenz durch eine aktualisierte Analyse des Verhältnisses zwischen dem Einkommen eines Landes, dem Aussenhandel und den Derivativumsätzen.